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Programmatic Buying Definition und Informationen

Programmatic Buying

Programmatic Buying ist ein wichtiger Bestandteil des Onlinemarketings und ermöglicht den automatisierten Einkauf von Werbeplätzen in Echtzeit. Programmatic Buying ist darüber hinaus auch in anderen Bereichen einsetzbar. Bevor Programmatic Buying im Onlinemarketing eingesetzt wurde, hat man es beispielweise bereits in der Lagerlogistik eingesetzt. Sobald ein bestimmter Warenstand erreicht wurde, hat das System automatisch neue Ware bestellt.

Programmatic Buying ist plattformunabhängig und wird auch in den Bereichen Fernsehen und Print eingesetzt. Es müssen lediglich Inhalt und Format für den jeweiligen Kanal modifiziert werden. Das ist eine der größten Stärken von Programmatic Buying, denn Marketer denken nicht an Geräte- oder Plattformen, sondern an ihre Zielgruppe.

Auf einer Programmatic Buying Plattform können die verschiedensten Inventare gebucht werden. Über Targeting werden Zielgruppendaten bereitgestellt. Da Werbetreibende so die Inventarquellen und Zielgruppen sehr präzise auswählen können, wird eine deutliche Steigerung der Reichweite der Kampagne erreicht. Anders als beim herkömmlichen Media-Buying erfolgt der Einkauf User-basiert. Jeder Kontakt wird automatisch mit den Targeting-Daten abgeglichen und entschieden, ob er „gekauft“ werden soll oder nicht.

Die effiziente Umsetzung von Werbestrategien bei deutlich reduziertem Streuverlust ist ein großer Vorteil im Onlinemarketing. User werden nicht mehr nur auf spezifischen Seiten angesprochen, wie etwa Mütter bei Seiten über Babys, sondern auf nahezu jeder beliebigen Site. Möglich wird dies durch das Targeting, das ein Teil von Programmatic Buying ist. Es werden bei jedem Besuch einer Seite Daten über die Vorlieben und Interessen der User gesammelt. Dabei werden unglaublich viele Rohdaten erfasst, die analysiert werden müssen, damit sie für Werbestrategien genutzt werden können. Diese Datenmenge per Hand zu analysieren würde den Zeitrahmen sprengen. Da dieser Prozess weitestgehend automatisiert werden kann, ist es dem Werbetreibenden möglich, passende Werbeplätze in Echtzeit zu buchen.

Mit Programmatic Buying lassen sich Kampagnen fast schon per Knopfdruck implementieren und umsetzen. Früher hat das Wochen oder Monate gedauert. Kreative Risiken sind ohne Programmatic Buying eher selten eingegangen worden, da nicht sichergestellt war, die richtige Zielgruppe zu erreichen und zum Kauf zu bewegen. Inhalte und Formen der Werbeeinblendungen können heute dem aktuellen Tagesgeschehen und dem Userverhalten angepasst werden. Auf das lokale Wetter basierende Anzeigen für Grills oder Regenschirme sollen hier als Beispiel genannt werden.

Brandingeffekte und automatisierter Einkauf können sehr gut über Programmatic Buying als Bewegtbild-Kampagnen miteinander verknüpft werden. Banner und Werbung können der Qualität der Webseite angepasst werden, damit sie nicht vom User als störend empfunden wird. Bei entsprechender Kreativität bei der Erstellung von Formaten und Inhalten, wird der User bei seiner Custom Journey unterstützend begleitet und bekommt die passende Werbeeinblendung.

Da es in Deutschland strenge Datenschutzgesetze gibt, müssen Werbetreibende sehr sensibel und vorsichtig mit großen Datenmengen umgehen, die sie nicht selbst erhoben haben. Es lässt sich nur sehr schwer die Rechtmäßigkeit der Erhebung in diesem Bereich nachweisen. Immer mehr deutsche Werbetreibende setzen Programmatic Buying um, da auf langer Sicht keiner daran vorbei kommt. Schnelle, effiziente und zielgerichtete Werbung statt manueller Aufträge und Buchungsprozesse – das bedeutet Programmatic Buying.