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Native Advertising

Native Advertising (= natürliche Werbung) gilt als langfristige Lösung für die wachsende Bannerblindness der Internetuser und wird dem Überbegriff „Content Marketing“ zugeordnet. Native Advertising ist eine Form der Internetwerbung, welche sich sowohl optisch als auch inhaltlich ihrem Umfeld anpasst. Werbung und redaktionelle Inhalte werden also wirksam miteinander vermischt. Diese Werbeform entspricht somit ehr Content als Werbung. Übliche Formen für Native Ads sind das Platzieren von Inhalten in Videos, Text-basierte Artikeln, gesponserten Tweets oder Posts. Die Anzeigen sind nicht mehr klar als Werbung erkennbar und ähneln dem vom User gewünschten Inhalt. Native Ads sind bezahlte digitale Anzeigenformate, die sich nahtlos in das Design und die redaktionelle Umgebung einfügen. Während die üblichen Online-Werbemittel, wie Banner, oft als „störend „ oder „nervig“ empfunden werden, bieten native Ads dem User häufig einen Mehrwert. Mit dem Schaffen eines Mehrwertes wächst auch die Wahrscheinlichkeit, dass der User den gewünschten Lead generiert. Um nicht als Schleichwerbung zu gelten, müssen auch Native Ads als Werbung gekennzeichnet werden. In der Regel wird mit “Sponsored Post” (Huffington Post), “Paid Post” (New York Times), Sponsor Content (The Atlantic) oder – wie im aktuellen Fall bei Spiegel Online – “einen Service von” auf diese hingewiesen.

Formen von Native Advertising

In der Regel wird Native Advertising in verschiedenen Formen unterschieden. Zum einen umfasst es das Virale Marketing, wie beispielsweise Videos, Bilder und Musik sowie Suchmaschinenmarketing, bei dem Werbeanzeigen gleichrangig mit den Suchergebnissen angezeigt werden und zahlreichen Werbestrategien auf Twitter, Facebook und Tumblr. Eine weitere Form des natürlichen Werbens sind PR-Texte (Advertorials). Auch bei diesen wird die Werbung den redaktionellen Artikeln angepasst. So kann der Anschein erweckt werden, dass es sich hierbei um einen unabhängigen, redaktionellen Artikel handelt. Content Marketing ist eine Native-Advertising-Technik, wenn (auf die Zielgruppe abgestimmte) bezahlte informative, beratende und unterhaltsame Artikel unter die redaktionellen Artikel eines Mediums gemischt werden oder bezahlte Inhalte in einer sogenannten „Folgende Inhalte könnten Sie auch interessieren“-Liste gegenüber redaktionellen Artikeln besonders prominent gereiht werden. Alle Plattformen und Webseiten, auf denen Native Advertising betrieben wird, können in die zwei Kategorien „offene“ und „geschlossene“ Plattformen unterschieden werden.

Vorteile des Native Advertising

Der größte Vorteil, den die „natürliche Werbung“ bietet, ist der Mehrwert für den User. Herkömmliche Online-Werbemittel, wie Bannerwerbung, werden immer häufiger als „störend“ wahrgenommen und stetig mit Hilfe von Adblockern umgangen, wenn sie nicht optimal auf die Zielgruppe abgestimmt sind. Anders als bei der Bannerwerbung erhält der User den gewünschten und für ihn relevanten Content. Eine ausschlaggebende Entwicklung für das Interesse an Native Ads ist die beträchtlich steigende Verbreitung mobiler Endgeräte sowie der Anstieg des mobilen Traffics. Mit der neuen Werbeform kann dem Problem der kleineren Displays und dem damit einhergehenden Platzmangel optimal entgegen gewirkt werden. Denn sobald diese Banner im sichtbaren Bereich liegen, generieren sie deutlich weniger Einnahmen.